Altersarmut ist überwiegend weiblich, da Frauen oft weniger Anspruch auf gesetzliche Rentenversicherung haben als Männer. Daher sollten sich Frauen aktiv auf das Alter vorbereiten. IOffen gesagt, Frauen machen vieles richtig, wenn es um die Altersvorsorge geht. Sie nehmen häufiger als Männer subventionierte Zusatzleistungen im Alter in Anspruch. Im Verhältnis zum Gesamtverdienst geben Frauen einen größeren Anteil für die private oder betriebliche Altersvorsorge aus.

Allerdings sind Frauen bei der Altersvorsorge gegenüber Männern benachteiligt. Experten sprechen vom „Gender Pension Gap“. Die 1. Säule, die gesetzliche Rente und die privaten Leistungsansprüche sind unter anderem wegen geringerer Einkommen, mehr Teilzeitarbeit und Unterbrechungen des Erwerbslebens gering.

Um im Alter nicht jeden Cent zweimal umdrehen zu müssen, müssen sich Frauen zusätzlich auf das Alter vorbereiten. Die Beratung durch Finanzexperten, die Altersvorsorge an der Börse und die folgenden Tipps können dabei helfen.

Frühzeitig mit der privaten Rentenzahlung beginnen

Bei der Altersvorsorge gilt: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Wer als junge Frau anfängt zu sparen, hat ihrerseits einen Aufzinsungseffekt. Dies gilt unabhängig davon, ob Ihr monatlicher Sparbetrag klein oder groß ist und welche Vorsorge getroffen wird. Es ist einfacher anzufangen, wenn man jung ist. Langfristig sollten Sparer ihren finanziellen Aufwand reduzieren und dennoch eine angemessene Altersvorsorge erhalten.

Der Mann ist keine Altersvorsorge

Etwa 150.000 Paare lassen sich jedes Jahr scheiden. Wenn Sie sich für den Ruhestand ausschließlich auf Ihren Ehemann verlassen, können Sie nach einer Scheidung in finanzielle Schwierigkeiten geraten. In diesem Fall wäre unser normaler Lebensstandard gefährdet. Daher ist es sinnvoll, dass Frauen in Bezug auf Rentenzahlungen frei handeln und ihre Rentenzahlungen selbst verwalten können. Auch in der Ehe zahlt sich finanzielle Unabhängigkeit aus.

Erwarten Sie eine lange Lebensdauer

Der demografische Wandel ist für Frauen besonders relevant, da Frauen eine höhere Lebenserwartung haben als Männer. Für Rentenstrategien bedeutet dies, dass Frauen generell „mehr“ Geld im Ruhestand benötigen, einfach weil sie im Durchschnitt länger leben.

Deshalb sollten sie auf Rentenprodukte setzen, die ihre finanzielle Sicherheit ein Leben lang garantieren können. In Frage kommen beispielsweise Riester-Renten, private Rentenversicherungen und fondsgebundene Rentenversicherungen. Wer beispielsweise seine Rente selbstständig finanzieren möchte, braucht Weitblick. Viele Menschen unterschätzen die Kosten für den Ruhestand. Rentner müssen den Gürtel enger schnallen, wenn das angesparte Geld eines Tages aufgebraucht ist und das Leben noch nicht zu Ende ist.

Nutzen Sie die Riester-Rente und die betriebliche Altersvorsorge

Mit der Riester-Rente haben Arbeitnehmer Anspruch auf einen Grundfreibetrag (175 € pro Jahr) und, wenn sie bereits Kinder haben, auf einen Kinderfreibetrag (300 € pro Kind und Jahr). Beispielsweise erhält eine Mutter von zwei Kindern vom Staat eine jährliche Rente von 775 Euro. Davon profitieren auch Beschäftigte, die kleine Jobs ausüben oder über kein eigenes Einkommen verfügen. Oft reicht bereits ein Mindesteigenbeitrag von 60 Euro pro Jahr aus, um die volle Riester-Förderung zu erhalten. Staatliche Leistungen verbessern langfristig die Rentabilität der Altersleistungen. Dadurch erhöht sich Ihre garantierte Altersrente. Eine betriebliche Altersvorsorge (bAV) ist für Mitarbeiterinnen oft wertvoll. Wer eine bAV mit Entgeltumwandlung abschließt, erhält von seinem Arbeitgeber einen Zuschuss. Seit 2019 musste das Unternehmen 15 % auf die Umwandlungsgebühr aufschlagen. Voraussetzung dafür ist, dass Arbeitgeber über die betriebliche Altersversorgung Sozialversicherungsbeiträge einsparen. Arbeitgeber können diese Einsparungen daher an ihre Mitarbeiter weitergeben.

Nicht auf halbem Weg aufgeben

Möglicherweise haben Sie in verschiedenen Lebensphasen weniger Geld zur Verfügung, z. B. wenn Sie ein Kind bekommen, sich um Ihre Eltern kümmern oder Teilzeit arbeiten. Daher ist es für Rentenstrategien wichtig sicherzustellen, dass Lebensphasen mit niedrigem Einkommen die Altersvorsorge nicht vollständig beeinträchtigen. Unter solchen Umständen sollten Frauen, die in privaten Rentensystemen versichert sind, ihre bereits erworbenen Rentenansprüche nicht versehentlich aufgeben. Mit anderen Worten: Die Beendigung bestehender privater Altersvorsorgesysteme ist in der Regel die schlechteste Lösung und führt für Sparer oft zu einem Verlustgeschäft. Viel sinnvoller ist es beispielsweise, die Beiträge vorübergehend zu senken.

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