Wie Krankenpfleger / Krankenschwestern ihren Beruf wechseln können.

Pflegepersonal wird gesucht. Viele Regionen leiden unter einem Pflegenotstand. Ein neuer Job für eine Krankenschwester oder einen Krankenpfleger muss sich nicht auf den Wechsel der Klinik beschränken. Wie der Berufswechsel ein Erfolg wird, erklärt der folgende Text.

Es kann innerhalb der Gesundheitsbranche gewechselt werden.

Oft sind es die gleichen Gründe, welche einen Wunsch zum Wechsel auslösen.

– ermüdender Schichtdienst

– beschnittenes Privatleben

– schlechte Arbeitsorganisation

– der Umgang mit Patienten und Angehörigen

– niedriger Lohn

– es wird eine neue Herausforderung gesucht

Wer nur die Klinik wechselt, wird die Umstände kaum ändern können, höchstens punktuell. Die grundsätzlichen Arbeitsbedienungen und die fehlende persönliche Betreuung der Patienten sind zwei Punkte, die immer angesprochen werden. Da nahezu jede Niederlassung Pflegekräfte sucht, finden examinierte Krankenschwestern und Pfleger problemlos einen neuen Job.

Ein Wechsel in die Führungsebene der Altenpflege.

Es kann in eine Seniorenresidenz, einen mobilen Pflegedienst oder eine Einrichtung der Altenpflege gewechselt werden. Eine ausgebildete Krankenschwester verfügt sogar über mehr Kompetenzen und Befugnisse, als Altenpfleger und kann sogar schnell Verantwortung übernehmen und eine höhere Position übernehmen.

Hier ist zu beachten, dass es wahrscheinlich ein niedrigeres Gehalt gibt. Auch hier ist überwiegend Schichtdienst angesagt. Auch der persönliche Kontakt mit den Bewohnern ist oft nicht möglich. Da könnte eine Weiterbildung interessant sein, um sich für eine Leitungsaufgabe mit besserer Bezahlung zu qualifizieren. Eine Alternative ist ein Job in einer Nische, wo es weniger um Pflege und mehr um Kontakt geht.

Weiterbildung an der Apollon Hochschule der Gesundheitswirtschaft.

Hier gibt es passgenaue Weiterbildungen für medizinisch, pflegendes und therapeutisches Personal. Mit einer solchen Weiterbildung kann in einen anderen medizinisch-pflegerischer Bereich oder in die Leitung gewechselt werden. Die Weiterbildung wird nebenberuflich gemacht und dauert zwischen vier und 36 Monaten. Informationen gibt es kostenlos und unverbindlich. Möglich sind beispielsweise die Weiterbildung Krankenkassenmanagement für drei Monate oder die Fortbildung Management von Altenpflegeeinrichtungen für vier Monate.

Den Klinikalltag verlassen.

Eine ausgebildete Krankenschwester ist nicht auf Krankenhäuser oder Pflegeeinrichtungen beschränkt. Eine Alternative ist eine Arztpraxis. Als Krankenschwester hat man mehr Kompetenzen als eine ausgebildete Arzthelferin und kann mehr selbständige Aufgaben übernehmen. Die Arbeitszeiten sind besser, aber der Verdienst schlechter. Eine Ausbildung im Managementbereich kann zu einer besser bezahlten Arbeit im Büro verhelfen. Eine Arzthelferin heißt nun medizinische Fachangestellte, kurz MFA. Eine ausgebildete Krankenschwester kann diesen Beruf neu erlernen, hat aber auch ohne neue Ausbildung gute Chancen in einer Arztpraxis eine Stelle zu bekommen. Will eine Krankenschwester zu MFA umschulen, gibt es eine Förderung vom Arbeitsamt und es dauert zwei Jahre.

Was ist besser, eine Umschulung oder eine Weiterbildung?

Bei einer Umschulung kann es passieren, dass eine Krankenschwester mit dreijähriger Ausbildung einen niedriger qualifizierten Job in zwei Jahren erlernt, wie bei einer Umschulung zur MFA. Eine Weiterbildung wäre eine Umschulung zur medizinischen Schreibkraft, welche 12 Monate dauert und zu einer Arbeit mit geregelten Arbeitszeiten im Büro und einem guten Gehalt führt.

Die eigene Berufserfahrung in die Verwaltung bringen.

Krankenkassen freuen sich über Quereinsteiger. Im Bereich Leistungskontrolle und Abrechnung ist die Berufserfahrung wichtig. Dinge können mit Erfahrung eingeschätzt werden. Es wird keine Aus- oder Weiterbildung benötigt, alles kann während der Arbeit erlernt werden. Oft werden Weiterbildungen angeboten. Dazu gibt es geregelte Arbeitszeiten ohne Schichtdienst und oft eine bessere Bezahlung.

Es kann in Unternehmen gewechselt werden.

Wer nicht mehr aktiv in der Pflege arbeiten möchte, aber den Bezug zur medizinisch-pflegerischen Arbeit nicht verlieren möchte, sollte sich die Weiterbildung im betrieblichen Gesundheitsmanagement interessant. Sie dauert 12 Monate und beinhaltet Punkte wie Arbeitspsychologie, betriebliche Gesundheitsförderung, Gesundheitsmanagement und mehr.

In die Selbstständigkeit springen.

Als freiberufliche Krankenschwester die Pflege einer Einzelperson übernehmen oder direkt einen eigenen Pflegedienst gründen. Damit ist man nicht mehr an eine Klinik gebunden, hat aber alle Pflichten und Risiken eines Selbstständigen. Wer diesen Schritt wagt, sollte sich mit einer betriebswirtschaftlichen Weiterbildung darauf vorzubereiten, es gibt dafür auch Bildungsgutscheine der Arbeitsagentur. Hier gibt es die Weiterbildung im Management von Altenpflegeeinrichtungen, zum geprüften Betriebswirt für Management im Gesundheitswesen oder den geprüften Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen der IHK.

Eine gezielte Weiterbildung.

– Fachkrankenpflege für den Endoskopie- und Operationsdienst.

– Arbeit mit Demenzkranken

– Fortbildung zur Gesundheitspädagogik, 5 Monate

– Präventionsberater oder Gesundheitscoach, 16 Monate

– Gerontologie, 3 Monate

– Aromatherapie, 9 Monate

– kultursensibler Pfleger, 3 Monate

– Pflegedokumentation

– Krankenhaushygiene

Wichtig vor dem Wechsel!

Bevor man sich in einem neuen Bereich weiterbildet, sollte der Bereich genau angesehen werden. Liegt der Schwerpunkt im Patientenkontakt oder in der Verwaltung? Fast überall gibt es geregelte Arbeitszeiten ohne Schichten.

Wo liegen die Talente?

Vor einer Umschulung einmal in sich gehen und über die eigenen Vorlieben nachdenken. Wer sich verändern will, kann komplett von vorne anfangen. Es ist ein Vorteil bisheriges Wissen mit dem neuen kombinieren zu können, muss aber nicht unbedingt. Umschulungen mit kombinierten bisherigen Wissen:

– Ernährungsberater

– Physiotherapeut

– Rettungssanitäter

Studieren ohne Abitur.

Wer einen Hauptschulabschluss oder Mittlere Reife hat, inklusive eines Berufsabschlusses und einigen Jahren Berufserfahrung sind einige Studiengänge möglich, wie der Bachelor für

– Gesundheitsökonomie

– Gesundheitstourismus

– Medizin – und Gesundheitstechnologie

– Pflegemanagement

– Präventionsmanagement

– soziale Arbeit

– Sozialmanagement

Neue Pflegeberufe – Update Januar 2020

Bisher musste vor der Ausbildung die Entscheidung getroffen werden, ob man mit Kindern oder älteren Menschen arbeiten möchte. Ab 2020 gibt es in der EU den Pflegefachmann oder die Pflegefachfrau. Der Lohn Pflegefachfrau beginnt bei etwa 40.000 Euro im Jahr. Es eröffnet die Chance in der Altenpflege, in der Gesundheits- und Krankenpflege oder in der Kinderkrankenpflege zu arbeiten.

Author: admin

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